Was in einen Kostenvoranschlag gehört
- Firmen- und Kundendaten, Baustellenadresse, Datum, laufende Nummer
- Beschreibung des Gewerks und der geplanten Arbeitsschritte
- Einzelpositionen mit Menge, Einheit und geschätztem Preis
- Trennung von Lohn- und Materialkosten
- Netto, Umsatzsteuer und Brutto
- Hinweis: Schätzung, keine feste Preiszusage
- Gültigkeitsdauer und Hinweis auf mögliche Mehrkosten nach Absprache
Der wichtigste Satz steht am Ende: „Es handelt sich um eine unverbindliche Kostenschätzung. Wesentliche Überschreitungen werden vorab mitgeteilt.“ Damit ist die Erwartung geklärt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Kostenvoranschlag und Angebot?
Ein Angebot nennt einen festen Preis, den du bei Annahme einhalten musst. Ein Kostenvoranschlag ist eine fachlich begründete Schätzung der voraussichtlichen Kosten – er darf sich im Rahmen halten, aber nicht beliebig überschritten werden.
Wie stark darf ein Kostenvoranschlag überschritten werden?
Eine feste Prozentgrenze gibt es im Gesetz nicht. Zeichnet sich eine wesentliche Überschreitung ab, musst du den Kunden unverzüglich informieren; er kann den Vertrag dann kündigen. In der Praxis werden kleinere Abweichungen akzeptiert, größere sollten immer vorher abgestimmt sein.
Darf ein Kostenvoranschlag etwas kosten?
Ja, aber nur wenn das vorher vereinbart wurde. Im Zweifel gilt er als kostenlos. Halte eine Vergütung also schriftlich fest, bevor du mit dem Aufmaß beginnst.
Wie lange gilt ein Kostenvoranschlag?
So lange, wie du es hineinschreibst. Üblich sind zwei bis vier Wochen – bei schwankenden Materialpreisen eher kürzer, mit ausdrücklichem Preisvorbehalt.
Typische Fehler, die später Geld kosten
- Pauschalsumme ohne Positionen – der Kunde kann Mehraufwand nicht nachvollziehen
- Keine Gültigkeitsdauer, obwohl Materialpreise schwanken
- Zusatzarbeiten mündlich vereinbart und nirgends dokumentiert
- Fotos vom Zustand vor Beginn fehlen
Praktisch ist, Abweichungen direkt auf der Baustelle festzuhalten – mit Foto, Uhrzeit und kurzer Notiz. Aus diesen Notizen wird später die Nachtragsposition, über die niemand diskutiert.
In Minuten statt am Abend
Mit handwerkerzettel sprichst du den Umfang ein, die App legt daraus Positionen mit deinen Preisen an. Du prüfst, ergänzt Fotos und Baustellendaten und verschickst das PDF direkt vom Handy. Aus dem angenommenen Kostenvoranschlag wird später mit einem Klick die Rechnung.
