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Preisliste für Handwerker anlegen: Positionen, Einheiten, Puffer

Eine Preisliste ist kein Papier für den Ordner, sondern das Werkzeug, mit dem Angebote in Minuten statt Stunden entstehen. Sie muss deine echten Kosten abbilden – nicht die des Nachbarbetriebs.

Kalkulation von Stundensatz und Materialpreisen am Werkstatt-Schreibtisch
Kalkulation von Stundensatz und Materialpreisen am Werkstatt-Schreibtisch

Positionen so schreiben, dass sie wiederverwendbar sind

Gute Positionen sind kurz, eindeutig und tragen immer dieselbe Einheit. „Wand spachteln Q2, je m²“ ist brauchbar; „Wand machen“ nicht. Halte die Einheit fest an der Leistung: Fläche in m², Anschlüsse in Stück, Sockelleisten in laufenden Metern, Regiearbeiten in Stunden.

  • Bezeichnung mit Qualitätsstufe oder Aufbau, nicht nur das Gewerk
  • Einheit fix: m², m³, lfm, Stück, Stunde, Tonne
  • Lohnanteil und Materialanteil getrennt kalkulieren
  • Nebenposten wie Anfahrt, Abdecken, Entsorgung als eigene Zeilen

Vom Stundensatz zur Position

Rechne rückwärts: Wie lange brauchst du wirklich für einen Quadratmeter? Multipliziere die Zeit mit deinem Stundenverrechnungssatz und addiere das Material samt Verschnitt. Erst so entsteht ein Preis, der auch bei kleinen Aufträgen trägt.

Wenn du deinen Verrechnungssatz noch nicht kennst, rechne ihn aus Lohn, Gemeinkosten, verrechenbaren Stunden und Gewinn – dafür gibt es einen eigenen Rechner auf dieser Seite.

Gründer: Richtwerte mit Puffer statt Bauchgefühl

Wer neu startet, hat keine alten Angebote. Dann sind regionale Richtwerte je Gewerk der beste Start – am besten mit einem Sicherheitspuffer von 10 bis 25 Prozent, weil die eigene Arbeitsgeschwindigkeit im ersten Jahr niedriger ist als die eines eingespielten Teams.

Nach den ersten zehn Aufträgen vergleichst du geplante mit tatsächlicher Zeit und korrigierst die Positionen, die regelmäßig danebenliegen.

Preise pflegen: einmal im Jahr reicht nicht mehr

Materialpreise haben sich in den letzten Jahren sprunghaft verändert. Prüfe deine 20 wichtigsten Positionen halbjährlich und den Lohnanteil immer dann, wenn Tarif oder Sozialabgaben steigen. Positionen mit einem Preis von 0 Euro sind ein Warnsignal – sie kosten dich bei jedem Angebot Geld.

Häufige Fragen

Wie viele Positionen braucht eine Preisliste am Anfang?
20 bis 40 Positionen deckt in den meisten Gewerken über 80 Prozent der Angebote. Alles Weitere ergänzt du, wenn es zum zweiten Mal vorkommt.
Soll ich Material und Lohn getrennt ausweisen?
In der Kalkulation immer. Im Angebot an private Kunden ist eine Trennung sinnvoll, weil Lohnanteile bei Handwerkerleistungen steuerlich geltend gemacht werden können.
Wie hoch sollte der Sicherheitspuffer für Gründer sein?
10 bis 25 Prozent auf die Zeit, nicht auf den Preis. Damit federst du Rüstzeiten, Nacharbeit und Fahrten ab, die erfahrene Betriebe schon eingerechnet haben.

In handwerkerzettel erledigst du das im Bereich Preisliste im Dashboard. Dieser Bereich ist nur nach Anmeldung erreichbar, weil dort Kundendaten liegen. In der Demo ohne Anmeldung ansehen

Passende Werkzeuge im Dashboard

Direkt aus dem Artikel in die App springen – nach dem Anmelden bist du sofort im richtigen Bereich.

Angebot lieber sprechen statt tippen?

Mit handwerkerzettel sprichst du auf der Baustelle rein, was gemacht wird. Die App rechnet mit deinen eigenen Preisen und legt dir ein fertiges PDF hin – im Schnitt in unter einer Minute.

  • Angebot per Sprachnachricht statt Zettel im Auto
  • Rechnung mit einem Klick aus dem Angebot
  • Übergabe an Lexoffice oder sevDesk

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