Dein Stundenverrechnungssatz-Rechner
Alle Angaben pro Mitarbeiter bzw. für den ganzen Betrieb – der Rechner rechnet live mit.
Üblich sind rund 20 bis 23 %.
Miete, Fuhrpark, Versicherungen, Büro, Werkzeug, Marketing.
Nach Urlaub, Krankheit, Fahrtzeit und Büro – oft 1.200 bis 1.500.
Üblich sind 5 bis 15 % – als Puffer für unvorhergesehene Kosten.
Lohnkosten je Stunde
41,83 €
Gemeinkosten je Stunde
21,43 €
Selbstkosten je Stunde
63,26 €
Dein Verrechnungssatz
69,58 € / Std.
Unterhalb der Selbstkosten schreibst du rote Zahlen – dein Angebotspreis sollte den Verrechnungssatz nie unterschreiten.
So setzt sich der Stundenverrechnungssatz zusammen
Der Verrechnungssatz ist der Preis, den du dem Kunden pro Stunde berechnest. Er besteht aus drei Blöcken: den Lohnkosten (Bruttolohn plus rund 20 bis 23 Prozent Arbeitgeberanteile), den Gemeinkosten (alles, was der Betrieb kostet, ohne direkt auf einer Baustelle zu sein) und dem Gewinnaufschlag.
Die größte Fehlerquelle sind die verrechenbaren Stunden: Von gut 1.800 Anwesenheitsstunden im Jahr bleiben nach Urlaub, Krankheit, Fahrten, Angeboten und Büro oft nur 1.200 bis 1.500 Stunden, die du tatsächlich abrechnen kannst. Rechne ehrlich – sonst ist der Satz zu niedrig.
Typische Stundensätze je Gewerk (Richtwerte)
Diese Spannen zeigen übliche Abrechnungssätze in Deutschland. Dein eigener Satz kann darüber oder darunter liegen – entscheidend ist deine Kostenstruktur, nicht der Durchschnitt.
| Gewerk | Typischer Satz (netto) |
|---|---|
| Maler und Lackierer | 45 – 60 € / Std. |
| Elektriker | 55 – 85 € / Std. |
| Sanitär, Heizung, Klima | 55 – 85 € / Std. |
| Fliesenleger | 50 – 70 € / Std. |
| Dachdecker | 55 – 80 € / Std. |
| Schreiner / Tischler | 55 – 80 € / Std. |
| Garten- und Landschaftsbau | 50 – 70 € / Std. |
| Trockenbau / Innenausbau | 48 – 65 € / Std. |
Beispielrechnung für einen kleinen Malerbetrieb
Ein Malerbetrieb mit zwei Gesellen zahlt 4.000 Euro Brutto im Monat. Mit 22 Prozent Arbeitgeberanteilen entstehen Lohnkosten von rund 58.600 Euro pro Jahr und Geselle. Bei 1.400 verrechenbaren Stunden sind das etwa 41,85 Euro Lohnkosten je Stunde. Kommen 60.000 Euro Gemeinkosten pro Jahr auf beide Kräfte dazu, liegen die Selbstkosten bei rund 63,30 Euro. Mit 10 Prozent Gewinnaufschlag ergibt sich ein Verrechnungssatz von knapp 70 Euro netto.
Häufige Fragen zum Stundenverrechnungssatz
Wie berechne ich meinen Stundenverrechnungssatz?
Addiere die jährlichen Lohnkosten (Brutto plus Arbeitgeberanteile) und die Gemeinkosten wie Miete, Fuhrpark und Versicherungen. Teile die Summe durch die verrechenbaren Stunden pro Jahr – also die Stunden, die wirklich beim Kunden abgerechnet werden. Schlage zuletzt deine Gewinnmarge auf.
Was ist der Unterschied zwischen Stundenlohn und Stundenverrechnungssatz?
Der Stundenlohn ist das Bruttoentgelt des Mitarbeiters. Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis, den der Betrieb dem Kunden pro Stunde berechnet. Er enthält Lohnkosten, Lohnnebenkosten, Gemeinkosten und Gewinn – und liegt deshalb deutlich über dem Stundenlohn.
Wie viele verrechenbare Stunden hat ein Handwerker im Jahr?
Ein Kalenderjahr hat pro Vollzeitkraft grob 1.700 bis 1.900 Anwesenheitsstunden nach Urlaub, Krankheit und Feiertagen. Davon sind je nach Betrieb nur 60 bis 80 Prozent direkt beim Kunden verrechenbar – der Rest ist Fahrt, Büro, Angebote und Wartezeit.
Was ist ein guter Stundenverrechnungssatz im Handwerk?
Das hängt von Gewerk, Region und Kostenstruktur ab. Typische Abrechnungssätze liegen grob zwischen 45 und 90 Euro pro Stunde. Entscheidend ist, dass dein Satz deine tatsächlichen Kosten deckt – dafür ist dieser Rechner da.
